Pressemitteilung zum Spatenstich

Neues Gebäude für Saupe Fouad Werbeagentur

Die Werbeagentur Saupe Fouad hat ihr neues Domizil im Gewerbegebiet Mittelbiberach bezogen. Nach der festlichen Einweihung mit über 150 Gästen aus dem In- und Ausland ist in dem bemerkenswerten Gebäude der Arbeitsalltag eingekehrt. Doch nur fast, denn Michael Saupe, seine Geschäftspartnerin Katja Fouad-Vollmer (Foto oben) und ihre 12 festen und freien Mitarbeiter erhalten stündlichen Besuch von Schaulustigen, die sich diese besondere Architektur einmal selbst ansehen wollen.

Verantwortlicher Architekt ist Prof. Andreas Theilig vom Büro Kauffmann, Theilig und Partner in Stuttgart. Er hatte die reizvolle Aufgabe, den Gestaltungsanspruch der Werbeagentur, ihre Corporate Identity, in der Architektur sichtbar werden zu lassen. Dabei geht es neben intelligentem Design auch um eine ganzheitliche Konzeption im Sinn von Joseph Beuys. Diesem hohen Anspruch ist Andreas Theilig mit überproportionalem Einsatz, so die Bauherren, eindrucksvoll gerecht geworden. Engagiert zur Seite standen ihm seine Mitarbeiter Rainer Lenz und Projektarchitektin Britta Aumüller. Zugute kam den Beteiligten während der Planungszeit von 14 und der Bauzeit von 10 Monaten die unbürokratische Hilfe der Gemeindeverwaltung Mittelbiberach, allen voran Bürgermeister Heinrich Gutlederer. "Was passiert, wenn ein gewölbtes Dach auf eine schräge Wand trifft?"

Man denkt an aerodynamischen Flugzeugbau, an Hochseekreuzer, an Aufbruch und Dynamik. Die gekrümmte Dachschale ist außen mit silbern schimmerndem Aluminium verkleidet und innen konsequent baubiologisch aus gekrümmten Holzspanten konstruiert. Die lange, schmale Gebäudeform liegt auf dem rund 3000 qm grossen Grundstück nicht parallel, sondern leicht versetzt zur Stra§e. Eine geneigte Betonwand markiert den Eingang. Auf der Nordseite vollständig verglast, wird die physische Begrenzung des Innenraums visuell überwunden: ein faszinierender Blick auf das oberschwäbische Hügelland öffnet sich dem Betrachter.

Gelungene Synthese aus Originalität und Wirtschaftlichkeit
Das repräsentative Haus basiert auf einem einfachen rechteckigen Grundriss. Erdgeschoss und 1. OG bieten Platz für bis zu 20 Arbeitsplätze und damit ausreichend Raum für Expansion auch in der Zukunft. Chefzimmer, Sekretariat und die notwendige Infrastruktur sind möbelartig in das Volumen eingestellt. Im Untergeschoss finden sich Garagen, Archiv und Technikräume. Originalität und Wirtschaftlichkeit schliessen sich nicht aus, sie lassen sich sogar vereinen. Die Frage nach Kosten und Nutzen beantwortet Michael Saupe mit einem verblüffenden Argument: Das Gebäude ist nicht nur formal und ästhetisch von besonderem Reiz, sondern wurde unterm Strich auch preiswert realisiert: 477 Quadratmeter Bürofläche zum annähernd halben Preis, der üblicherweise dafür aufgewendet wird. Da schmunzelt der Bauherr: "Lieber in einem schönen günstigen Haus als ..."


Bauunternehmen aus der Region liefern individuelle Massarbeit. Nichts ist von der Stange, alle Details bezeugen individuelle Entwicklungsarbeit. Das ausführende Generalunternehmen Fritschle aus Uttenweiler hat seinen Teil dazu beigetragen, aus einer Vision Wirklichkeit zu machen.

"Man muss im Kopf dort sein, wo die Märkte der Kunden sind"

Kein Problem ist für die Agentur Saupe Fouad die ländliche Lage, denn viel wichtiger als räumliche Entfernungen ist "die mentale Nähe zum Kunden". Mit dieser erfolgreichen Philosophie betreut die Agentur seit 14 Jahren Kunden von Basel bis Hamburg, und zwar im Full-Service von der Analyse über die Beratung bis zur Umsetzung sowohl im Printbereich als auch in den neuen Medien. Qualifiziertes Marketing und Unternehmensberatung runden das Angebot ab.

Ralf Hélene
Schwäbische Zeitung Februar 2001